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  • AutorenbildRemo Daguati, CEO LOC AG

Deutlicher Rückgang bei den Ansiedlungen in der Schweiz

Aktualisiert: 6. Juni

206 Firmen konnten im Jahr 2023 (Vorjahr: 265) in der Schweiz angesiedelt werden. Die Firmen haben im ersten Betriebsjahr 640 (Vorjahr: 1'199) neue Arbeitsstellen in der Schweiz geschaffen. Ziel der Schweizer Ansiedlungspolitik bleibt, die Innovationskraft der Schweizer Wirtschaft nachhaltig zu stärken und wettbewerbsfähig zu halten.

 

Auch nach den Pandemie-Jahren kommt das Schweizer Ansiedlungsgeschäft nicht in die Gänge. Die Schweiz hat im Jahr 2023 total 206 Unternehmen (2022: 265, 2021: 282) für eine Standortwahl in unserem Land überzeugen. Mit 640 Jobs im 1. Betriebsjahr (2022: 1199, 2021: 1396) musste ein Rückgang von fast einem Drittel hingenommen werden. Dass nicht mit einer erfreulicheren Gesamtbilanz gerechnet werden konnte, zeigten die bereits publizierten Zahlen der Greater Areas aus der Westschweiz und Zürich. Einzig der Wirtschaftsraum Basel konnte die hohe Dynamik halten. Aus der Zentral- und Ostschweiz fehlen die Zahlen.

 

Greater Zurich Area: Rückgang der Ansiedlungen, jedoch mehr geplante Arbeitsplätze

Der Rückgang der Ansiedlungszahlen hat sich auch bei der Greater Zurich Area fortgesetzt, wo 2023 89 Ansiedlungen gezählt wurden (-18%). Wurden 2021 noch 129 Ansiedlungen verzeichnet, waren es im Jahr 2022 deren 109. Fast die Hälfte der Ansiedlungen kamen im Jahr 2023 aus europäischen Ländern. Im Gegensatz dazu zeigt der US-Markt eine rückläufige Entwicklung;  von 33 Ansiedlungen im 2022 ist die Zahl im 2023 auf 17 Projekte gesunken. Der chinesische Markt hingegen war mit 12 neuen Ansiedlungen dynamischer. Die Anzahl der geschaffenen Arbeitsplätze ist mit 357 tiefer als im Jahr 2022 (518). Gleichsam betragen die auf  fünf Jahre prognostizierten Arbeitsplätze 1’463, dies ist eine Zunahme von 13 Prozent im Vergleich zu 2022. Das Jahr 2023 war gemäss GZA denn auch volatil. Insbesondere im Technologiebereich gingen die Venture-Capital-Investitionen zurück. Im Bereich Foodtech verzeichnete die GZA keine Ansiedlung. Der Sektor boomte zwar bis Sommer 2023, der unerwartete Ausbruch des Krieges im Nahen Osten führte zu einer drastischen Verringerung der Aktivitäten. Die einhergehenden Unsicherheiten hatten generell Auswirkungen auf die Entscheidungen von Unternehmen, was sich in einem Rückgang der Ansiedlungszahlen niederschlug. Gleichzeitig wird im Jahresbericht der Greater Zurich Area betont, dass 84% der angesiedelten Unternehmen internationale Funktionen ausüben und nur 16% sich ausschliesslich auf die Schweiz fokussieren. Dieser hohe Anteil an Unternehmen mit internationaler Ausrichtung ist ein aussagekräftiger Indikator für die Dynamik und die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts. Die verstärkte Präsenz international agierender Firmen hat in der Regel direkte Auswirkungen auf das Anforderungsprofil der Arbeitskräfte. Höhere Kompetenzanforderungen führen oft zu einem Anstieg des durchschnittlichen Lohnniveaus, was wiederum positive Effekte auf das lokale Steueraufkommen hat.

 

Greater Geneva Berne Area (GGBa) ebenfalls mit Rückgang

Im vergangenen Jahr konnte die Greater Geneva Bern area (GGBa) gemeinsam mit den Standortförderungen der sechs Mitgliederkantone 76 Neuansiedlungen (Vorjahr: 86 Ansiedlungen) ausländischer Unternehmen in der Westschweiz unterstützen. In den nächsten drei Jahren sollen damit über 600 neue Arbeitsplätze entstehen. Erzielt wurde dieses Ergebnis dank der konsequenten Ausrichtung auf bestimmte Sektoren, denen die Region bedeutende Pluspunkte bieten kann, so namentlich Life-Sciences, IT und Advanced Manufacturing.

 

Basel Area auf stabilem, hohen Niveau

2023 haben wir 34 Firmen (2022: 35) dafür entschieden, sich in der Basel Area anzusiedeln. Die überwiegende Mehrheit dieser Firmen (Tota. 26) ist in den Life Sciences aktiv. In den kommenden drei bis fünf Jahren planen die Firmen die Schaffung von 699 Arbeitsplätzen (2022: 628), was im nationalen Verbleich auf eine überdurchschnittliche Grössenentwicklung hinweist. 6 Ansiedlungen stammten aus Asien, 11 aus Europa, 8 aus den USA und 9 Zuzüge stammten aus der Schweiz.

 

Zentralschweiz bzw. Kanton Luzern solide

Die Wirtschaftsförderung des Kantons Luzern hat in ihrem Jahresbericht 2023 deren 24 Ansiedlungen mit 364 prognostizierten Arbeitsplätzen kommuniziert. 16 Firmen stammten aus dem Ausland, 8 Firmen waren Zuzüge aus der Schweiz. Dominant war die Funktion IT, zudem verzeichnet Luzern vermehrt Zuzüge von Unternehmensfunktionen bzw. Headquarters. Die beiden Halbkantone Ob- und Nidwalden sind im Ansiedlungsgeschäft eher passiv und fokussieren sich klar auf die Pflege bestehender Firmen sowie die Ansiedlung von natürlichen Personen.

 

Ostschweiz ohne Kommunikation

Die St.GallenBodenseeArea verzichtet wie in den Vorjahren auf eine aktive Kommunikation der Ansiedlungszahlen. Es ist aufgrund der Lage in den anderen Landesteilen abzuleiten, dass sich die Ansiedlungen 2023 erneut im einstelligen Bereich bewegt haben.


© LOC AG

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